Camping & Wild Camping

camping-from-home-to-worldArt der Unterkunft:

Zelt, Auto oder Hütte

Lage:

Außerhalb von Städten, in beliebten Strandorten, Wanderdestinationen, in Nationalparks und Touristendestinationen

Kosten pro Nacht:

ca. 20–30 Euro pro Stellplatz (meist mehrere Personen pro Stellplatz enthalten)

Dauer:

1 – 14 Tage (länger möglich)

Perfekt für:

Reisepartner, welche mit einem Auto oder Camper unterwegs sind.

Suchaufwand:

Relativ gering. Über das Internet kannst du dir schon vorab Campingplätze suchen und buchen.

Wie kann ich mir einen Campingplatz vorstellen?

Jeder Campingplatz ist einzigartig je nach Lage und Ausstattung. In der Regel gibt es verschiedene Arten von Stellplätzen. Es gibt Zeltplätze ohne Strom (am günstigsten), Stellplätze mit Strom und Wasserhahn (etwas teurer) und Stellplätze für große Wohnmobile. Manche Campingplätze haben auch Hütten und Ferienwohnungen zu vermieten, welche dann preislich eher einem Hotel gleich kommen. Meistens findest du auf dem Campingplatz Gemeinschaftsduschen, eine Gemeinschaftsküche und Feuerstellen. Manche Campingplätze haben auch WIFI, Gemeinschaftsräume, einen Pool und Attraktionen wie einen Bootsverleih und Abendveranstaltungen. Von einem verwilderten Campingplatz mit Plumpsklo im Nationalpark bis hin zu einem Luxus Party Campingplatz ist alles möglich.

Vorteil:

  • Abenteuer: Übernachte an Orten wo es kein Hostel oder Hotel gibt. Bereite dein Abendessen über dem Lagerfeuer zu und schlafe unter freiem Sternenhimmel.
  • Natur: Die meisten Campingplätze sind in schöner Natur gelegen und ich fühle mich immer viel mehr mit der Natur verbunden. Wenn es dunkel wird und die Luft feucht wird geht man schlafen und wenn die Sonne aufgeht und das Zelt aufwärmt, dann ist es Zeit zum Aufstehen.
  • Flexibel: Du kannst spontan einen Campingplatz finden und buchen. Wenn du länger bleiben möchtest als geplant, dann ist auch die Verlängerung meist kein Problem
  • Günstig: Wenn du mit mehreren Personen auf dem Campingplatz bist und du dir den Preis teilen kannst, dann ist es meist sehr günstig im Vergleich zu anderen Unterkunftsoptionen

Nachteil:

  • Equipment: Du brauchst ein Auto um zum Campingplatz zu kommen und eine ganze Campingausrüstung, um es dir bequem zu Machen. Eine Liste für die Campingausrüstung findest du im nächsten Absatz
  • Komfort: Manche Menschen denken bei den Worten Zelt, Moskitospray und Schlafsack an alles andere als Abenteuer. Nicht jeder ist bereit den Komfort aufzugeben.

Campingausrüstung:thumb_IMG_5557_1024

  • Schlafen: Zelt, Luftmatratze oder Isomatte, Schlafsack oder Decke, Luftpumpe (für Luftmatratze)
  • Kochen: Campingkocher, Gasflaschen, Feuerzeug, Topf oder Pfanne, Besteck, Becher, Dosenöffner, Kaffeemaschine für Campingkocher, Zutaten zum Kochen die sich leicht in den mitgebrachten Sachen zubereiten lassen, Spülmittel und Schwamm um das Geschirr abzuwaschen
  • Gemütlichkeit: Klapptisch, Campingstuhl, Insektenspray, Kerze, Wasserkanister um nicht immer zum Wasserhahn laufen zu müssen

Meine Erfahrung:thumb_IMG_6822_1024

Ich liebe campen! Auf einem Roadtrip gibt es nichts besseres, als mitten in der Natur ein Zelt aufzuschlagen, ein Lagerfeuer anzumachen und ein Bier zu öffnen. Ich bin gerne auch mal nur auf einfachste Hilfsmittel zum Kochen angewiesen und fühle mich als Teil der Natur.
Nachdem die Campingplätze meist nur außerhalb der Stadt zu finden sind, nutze ich diese Art der Unterkunft eher für einen Wochenendausflug oder wenn ich unterwegs auf einem Roadtrip bin.

Wild Camping:

Wenn wir schon beim Thema Camping sind, möchte ich auch das Wild campen ansprechen. Wild camping bedeutet mehr oder weniger illegal irgendwo zu übernachten. Viele Work & Traveler die einen Van besitzen nutzen diese Methode, um Geld zu sparen. Als ich in Australien mit dem Van unterwegs war, haben wir sicherlich auch die Hälfte der Zeit irgendwo wild gecampt. Warum? Weil es leicht und kostenfrei ist. Es kann natürlich passieren, dass man morgens von der Polizei geweckt wird, weil man unerlaubterweise auf einem Parkplatz oder einem Privatgrund übernachtet. Kalkuliert also das Knöllchen schon mal mit ein. Auf meinem 8-monatigem Roadtrip in Australien ist und dies genau einmal passiert, also halb so schlimm.

Wo findest du kostenlose Abstellplätze?

  • Parkplätze: Ob am Strand oder in der Stadt, an vielen Parkplätzen kannst du dein Auto über Nacht abstellen. Meist ist das Camping untersagt also versuche wenigst unauffällig aus zu sehen. Auch private Parkplätze von Touristenattraktionen bieten sich gut an. Ich habe schon auf dem Parkplatz eines Wandergebiets, eines Zoos und der Touristeninformation übernachtet. Diese Parkplätze sind privat und die Polizei schaut meist nicht vorbei. Versuche vor Öffnung wach zu sein, um nicht von dem Besitzer geweckt zu werden.
  • Parks & Nationalparks: Viele Parks und Nationalparks bieten perfekte Konditionen um am Rand oder auf dem Parkplatz zu übernachten.
  • Straßenrand: Ich habe schon am Straßenrand in Sydney, Melbourne und Montreal kostenfrei übernachtet. Für ein Hostel in diesen Städten zahlst du meist 30 Euro oder mehr. Achte darauf, dass du nicht sofort als Wildcamper erkannt wirst.
  • Sackgasse: Suche nach Ecken, wo eine Straße endet und niemand vorbeikommt. Mir ist das manchmal etwas gruselig aber an sich ist das die beste Möglichkeit nicht erkannt zu werden
  • Tankstellen & Rastplätze: Auf fast allen Tankstellen & Rastplätzen kannst du legal und kostenfrei übernachten. Die Lage neben den Highways ist zwar nicht immer die schönste aber trotzdem kann man das für eine Nacht mal aushalten.
  • Nordamerika : Walmart Parkplätze sind ein beliebter Abstellplatz. Walmart erlaubt es Campern offiziell auf vielen Parkplätzen über Nacht zu stehen. Hier gibts mehr Infos dazu!

Tipps zum Wild Campen!

  • Tarnung! Versuche so unauffällig wie möglich zu wirken. Halte dein Auto außen und im inneren Sichtbereich sauber. Hinterlasse keine Spuren und keinen Müll. Beschlagene Fenster sind auch auffällig. Öffne ein Fenster unauffällig, soweit möglich. Koche nicht, wo du später übernachten möchtest, soweit dich Leute beobachten.
  • Zeiten! Wenn du zum Beispiel auf dem Parkplatz der Touristeninformation übernachtest, dann versuche aufzustehen, bevor die Touristeninformation öffnet. Je mehr Trubel um dich herum ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dich jemand als Wildcamper enttarnt.
  • Anwohner! Anwohner werden immer misstrauisch, wenn fremde Autos parken, wo sonst keine sind. Stelle dich entweder weit weg von Anwohnern oder suche Plätze wo es nicht auffällt, wenn ein fremdes Auto parkt. Zum Beispiel in der Stadt wird kein Anwohner misstrauisch werden.
  • Schilder: Wenn du ein Schild siehst mit Overnight Parking oder Camping verboten, dann würde ich dort auf keinen Fall stehen bleiben. Wenn es Schilder gibt, gab es schon Fälle zuvor und die Polizei schaut an diesen Orten eher nochmal vorbei.
  • Morgenwäsche: Wenn du dich frisch Machen möchtest, dann gibt es folgende Möglichkeiten: See, Meer, Öffentliche Waschraume (z. B. im Park, Shoppingcenter, Supermarkt), Feuchte Tücher, Tankstellen und Rastplätze (manchmal mit Duschen), Schwimmbäder (in Kanada meist kostenlos), Fitnessstudios (bieten die Benutzung von Duschen meist zu einer kleinen Gebühr an)

Kontakt/ LINKS:

CAMPINGplatz IN AUSTRALIA finden:

www.campinaustralia.com.au (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze)

www.australiancampsites.com.au (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze)

freecampingaustralia.com.au (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze)

CAMPINGplatz IN NEuseeland finden:

Holidayparks.co.nz (Kostenpflichtige Campingplätze)

Doc.govt.nz/parks-and-recreation/things-to-do/camping (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze in Parks)

Rankers.co.nz (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze)

CAMPINGplatz IN KANADA finden:

Camping-canada.com (Kostenpflichtige Campingplätze)

www.pc.gc.ca/eng/voyage-travel/hebergement-accommodation/equip.aspx (Kostenpflichtige Campingplätze in Nationalparks)

https://freecampsites.net/ (Kostenlose und Kostenpflichtige Campingplätze)

 

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